(Altersgerechte) Quartiersentwicklung

Spiel- und Bolzplätze in der Coronazeit

In der Zeit vom 20.03. – 03.05. haben wir die Stadt Hamm bei der Kontrolle der über 30 Spiel- und Bolzplätze in Heessen unterstützt. Zunächst sind wir selbst die Spielplätze abgefahren und ab dem 27.04. haben wir die Einsätze der vielen Mitarbeiter*innen der verschiedenen Träger koordiniert.

 

Corona-Einkaufshilfe

Mit Beginn des ersten Lockdowns  wurde ein neuer Bedarf deutlich: Senioren und Risikopatienten sollten besser nicht selbst einkaufen gehen. Es meldeten sich insgesamt 24 Einkaufshelfer, die den ersten Bedarf von 11 Senioren gut decken konnten. Es bildeten sich feste Tandems, so dass möglichst kontaktarm Hilfe geleistet wurde. Inzwischen ist die Zahl der Ehrenamtlichen auf 14 gesunken und gleichzeitig ist der Bedarf durch sechs  Heessener in Quarantäne gestiegen. 

 

Taschengeldbörse

Jugendliche unterstützen Senioren gegen ein kleines Taschengeld. Dieses Angebot ist  trotz Corona weiter gewachsen, so dass inzwischen 20 Vermittlungen möglich wurden. Wir sind begeistert von den vielen Jugendlichen, die sich für Senioren einsetzen. In den Sommerferien haben sich fünf neue Jugendliche in einem Potentialworkshop auf ihre Tätigkeit bei der Taschengeldbörse vorbereitet. Von denen, die schon länger dabei sind, haben zehn an einem Austauschtreffen teilgenommen. Alle wurden bezüglich der notwendigen Hygienemaßnahmen geschult. Je nach persönlicher Situation entscheiden die Senioren, ob sie angesichts von Corona Unterstützung möchten oder aber lieber warten, bis die Infektionsgefahr gebannt ist. 

 

Smartphone-Sprechstunde unter Coronabedingungen

Nachdem zu Anfang des Jahres  zwei  Termine  in Kooperation mit youngcaritas  auf großes Interesse (33 Senioren, 30 Jugendliche)stießen, musste der für Juni geplante Termin ausfallen.  Mit einem entsprechenden Hygienekonzept konnten wir am 16. September wenigstens mit fünf teilnehmenden Senioren und fünf Jugendlichen eine Smartphone-Sprechstunde anbieten. Im großen Pfarrheim von St. Marien und mit Plexiglasabtrennung waren so alle Beteiligten sicher. Wegen der steigenden Infektionszahlen musste der für November geplante Termin leider ausfallen. 

 

Heessen für alle

Auch zu Coronazeiten  ist das Thema „Heessen für alle“  weiter wichtig, drei Akteure aus Heessen haben sich Gedanken gemacht und sich für die Auszeichnung beworben. Doch wegen der derzeitigen Auflagen ist eine schöne Auszeichnungsfeier schwierig, so dass der Arbeitskreis beschlossen hat, mit der Auszeichnung zu warten, bis wieder ein Treffen im Amtshaus möglich ist.

Auch zwei geplante Fortbildungen zum Thema Leichte und Einfache Sprache, sowie zum Thema demente als Kunden mussten abgesagt werden. 

 

AK Runder Tisch Flüchtlingshilfe Heessen

Die in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrums geplanten Veranstaltungen „Neuzugezogenenempfang“ sowie die Tafel zum „Tag der offenen Gesellschaft“ musssten abgesagt werden. Auch das stattdessen entwickelte Tanzprojekt „Jerusalema“ war dann aufgrund der steigenden Infektionszahlen im Oktober nicht mehr durchzuführen. Mit der „Komm-An“- NRW konnten wir zwei Tablets anschaffen, um den digitalen Kontakt zu den Ehrenamtlichen zu verbessern. Nach Absprache können sie auch von Bürgern im Stadtteilzentrum genutzt werden.

 

Geschichtentelefon

In Zusammenarbeit mit den Quartiersentwicklerinnen der anderen Stadtteile haben wir das Geschichtentelefon aufgebaut. Es ist ein Projekt von und für Hammer Bürgerinnen und Bürger. Es wendet sich an alle, die (noch) nicht digital unterwegs sind und hat das Ziel angesichts der fehlenden persönlichen Kontakte die älteren Menschen daheim zu unterhalten. Unter der Telefonnummer 02381 8775111 kann man sich überraschen lassen und Gedichte, Kurzgeschichten oder Lieder hören. Auch aus Heessen sind einige Beiträge dabei!

 

Digitale Schnitzeljagd 60+

Ein weiteres Kooperationsprojekt mit der Quartiersentwicklerinnen fand vom 20.08.-14.09. statt. Im Kurpark wurden an verschiedenen Orten sogenannte QR-Codes versteckt, hinter denen sich Fragen verbargen, die entweder mit Hilfe einer kleinen Internetrecherche beantwortet werden konnten oder die sich auf die nähere Umgebung des jeweiligen QR-Codes beziehen. Bei diesem Corona-konformem Freizeitangebot konnten die Teilnehmenden ganz nebenbei ihre Kenntnisse im Umgang mit dem Smartphone erweitern und für die richtige Lösung schöne Gewinne bekommen. An zwei Samstagen waren wir mit Jugendlichen vor Ort, die bei Bedarf die Senioren im Umgang mit dem Smartphone unterstützt haben. Insgesamt haben sich 87 SeniorInnen beteiligt und konnten  am 20. Oktober ihre Gewinne entgegennehmen. 

 

Seniorenangebote

Nachdem ab März alle Angebote für Senioren abgesagt werden mussten, konnten ab den Sommerferien mit Hygienekonzept der Spieletreff und „Tante Inge strickt“ wieder starten.  Die Teilnehmerinnen freuten sich sehr, sich nach langer Zeit wieder zu sehen, auch wenn auf den vertrauten Kaffee noch verzichtet werden musste. 

 

Sprechstunde Familien- und Sozialberatung

Während des ganzen Jahres waren wir in der offenen Sprechstunde vor Ort ansprechbar. Manches Anliegen konnte telefonisch geklärt werden und nach Anmeldung ist auch eine persönliche Beratung möglich. Es fanden 19 persönliche und 22 telefonische Beratungen statt. 

 

Seniorensprechstunde

Auch Senioren erhielten weiter Unterstützung. Uns erreichten 25 telefonische Anfragen und 13 mal ließen sich Senioren in unserem Büro oder auch zu Hause beraten.